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Mainpost/ Volksblatt vom 11.02.2009 Bündnis für Zivilcourage will Antidiskriminierungsstelle Rote Karte für Diskriminierung Würzburger stehen ein für Zivilcourage – das ist zumindest Aufgabe, Ziel und Motto des Würzburger Bündnis für Zivilcourage. In Zukunft soll ein Antidiskriminierungsbeauftragter Fälle von persönlichen Übergriffen im Raum Würzburg sammeln und bearbeiten. Das verkündeten die Sprecher des Bündnisses kürzlich bei der Vollversammlung. 
Der neue, alte Sprecherrat des Würzburger Bündnisses für Zivilcourage (von links): Burkhard Hose, Stefan Lutz-Simon, Stefanie Köster, Natali Gonzales und Aron Schuster. „Bereits vor seiner Wahl hat sich Georg Rosenthal bei einer Podiumsdiskussion für eine solche Stelle stark gemacht“, so Stefan Lutz-Simon, Mitglied des Sprecherrates. Nun wolle man ihn beim Wort nehmen. „Inhaltlich liegen wir nicht weit auseinander“, sagte Lutz-Simon über das erste Gespräch mit dem Oberbürgermeister. Man sei bereits auf der Suche nach einem Antidiskriminierungsbeauftragten. Das Ziel ist es, eine hauptamtliche Stelle zu schaffen. Außerdem soll der Beauftragte über Weisungsbefugnis und das Recht des Vortrags im Stadtrat verfügen. Mit der Arbeit des vergangenen Jahres waren die Mitglieder zufrieden. In Würzburger Bars hatte das Bündnis rote Stopp-Karten verteilt, um Bürger zum aktiven Kampf gegen Diskriminierung aufzurufen. Die Resonanz zwar sei nur mäßig gewesen, „doch es gibt Fälle, es gibt Arbeit“, sagt Pressereferentin Stefanie Köster. Vor allem die interreligiöse Shuttletour war ein großer Erfolg. „Rund 300 Jugendliche haben teilgenommen“, so Organisator Aron Schuster zufrieden. Fünf große Religionen hatten ihre Gotteshäuser geöffnet, um einen Einblick in ihre Riten und Bräuche zu ermöglichen. Ob des positiven Resümees war es nicht verwunderlich, dass der amtierende Sprecherrat mit großer Mehrheit wiedergewählt wurde. In Zukunft will das Bündnis Fallbearbeitung und Diskriminierungserfahrung größere Aufmerksamkeit zukommen lassen. Knapp 50 Organisationen sind bereits Mitglied im Würzburger Bündnis für Zivilcourage. „Diskriminierung hat viele Gesichter“, sagte Stefan Lutz-Simon und keines dürfe man dulden.
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